Operativ tätiges Personal im SGU-Bereich

1. Allgemeines:

SCC Certification GmbH führt Zertifizierungen von operativ tätigem Personal im SGU-Bereich in den folgenden Qualifikationsstufen durch:

Operativ tätige Mitarbeiter gemäß Dokument 018 des Normativen SCC-Regelwerkes
Operativ tätige Führungskräfte gemäß Dokument 017 des Normativen SCC-Regelwerkes

Hinweis zur Zuordnung:
Operativ tätige Mitarbeiter sind an der Leistungserbringung direkt beteiligt (z. B. Arbeiter, Facharbeiter, Monteure).
Operativ tätige Führungskräfte sind weisungsbefugt und an der Leistungserbringung beteiligt (z. B. Bauleiter, Projektleiter, Meister, Techniker, Polier, Obermonteur, Vorarbeiter).

Die Prüfungen basieren auf den Vorgaben:DIN EN ISO/IEC 170024:2012SCC-Regelwerk, Normatives Dokument- Personalzertifizierung: Operativ tätiges Personal im SGU-Bereich

DGMK-Arbeitskreis Normative SCC-Dokumente, 2011

Akkreditierungsrichtlinien der DAkkS

Ansprüche können nur im Hinblick auf den Geltungsbereich, für den die Zertifizierung erteilt wird, geltend gemacht werden



2. Voraussetzungen zur Prüfungsteilnahme:

Die Anmeldung zu einer Prüfung erfolgt schriftlich mit einem Antrag auf Zulassung zur Prüfung.

Der Antragssteller hat die Möglichkeit - im Rahmen des Zumutbaren - einen formlosen Antrag auf Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse zu stellen.

Für eine Anmeldung/Zulassung zu der SGU-Prüfung zur Personalzertifizierung müssen vom Kandidaten folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung:

Anforderung Führungskräfte der operativen Ebene (SCC-Dokument 017) Operativ tätige Mitarbeiter (SCC-Dokument 018)
Ausbildung Abgeschlossene Berufsausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. gleichwertige oder höherwertige Ausbildung Abgeschlossene Berufsausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. gleichwertige oder höherwertige Ausbildung
Ersatzweise Schulung für fehlende Ausbildung min. 3-tägige Schulung (24 U-Std.) mit den Lernzielen für Führungskräfte min. 3-tägige Schulung (24 U-Std.) mit den Lernzielen für operativ tätige Mitarbeiter

Hinweis zur Berufsausbildung:

Berufsausbildung in Deutschland Berufsausbildung im Ausland An-/Ungelernte Personen aus dem In- und Ausland
Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung gem. BBiG bzw. Personen, deren Qualifikation der Qualifikationsgruppe 1, 2, 3 oder 4 gem. Anlage 13 SGB VI entspricht

Nachweis:

Beruflicher Ausbildungs-abschluss – z. B. Facharbeiterbrief, Meisterbrief, Diplomurkunde
Personen, deren Qualifikation der Qualifikationsgruppe 1, 2, 3 oder 4 gem. Anlage 13 SGB VI entspricht mit mind. 1-jähriger Berufserfahrung in Deutschland und damit Kenntnisse im deutschen Arbeits- und Umweltschutz

Nachweise:

ausländischer beruflicher Ausbildungsabschluss – z. B. Facharbeiterbrief, Meisterbrief, Diplomurkunde sowie Bestätigung Arbeitgeber über mind. 1- jährige Berufserfahrung in Deutschland
Personen, deren Qualifikation der Qualifikationsgruppe 5 gem. Anlage 13 SGB VI entspricht, die jedoch aufgrund mind. 3-jähriger Berufserfahrung in Deutschland in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Fähigkeiten erworben haben, die üblicherweise denen von Personen der höheren Qualifi-kationsgruppe 4 entsprechen und damit Kenntnisse im deutschen Arbeits- und Umweltschutz besitzen

Nachweise:

Bestätigung Arbeitgeber über mind. 3-jährige Berufserfah-rung in Deutschland in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf
oder
noch gültige SGU‐Ausbildung einschließlich ‐Prüfung gem. Dok. 016

Nachweis: SGU‐Prüfungsurkunde gem. Dok. 016 (Version 2006, Version 2011) oder Dokumentation gem. NormDok. Kap.5.2.2 (SCC-Regelwerk)
oder
noch gültige SGU‐Prüfung gem. Dokument 017 bzw. 018

Nachweis: SGUPrüfungsurkunden gem. Dokument 017 bzw. 018

Hinweise zur ersatzweisen Schulung:

Zulassung der Schulungen/ Bildungsträger
Die durchgeführte Schulung muss nachweislich die Lernziele der Tabelle 1 des normativen Dokumentes“ Personalzertifizierung: Operativ Tätiges Personal im SGU-Bereich“ des DGMK-Arbeitskreis Normative SCC-Dokumente beinhalten. Eine Unterrichtsstunde entspricht 45 Minuten. Der Nachweis dieser Schulung muss mindestens folgende Angaben enthalten:
- Name des Kandidaten
- Vermitteltes Sachgebiet mit Anzahl der Lehreinheiten (gemäß der entsprechenden Qualifikationsstufe)
- Tage und Ort der durchgeführten Schulung
- Name des/der Dozenten inkl. Angaben zu der mit der Schulung beauftragten Organisation (Sifa, UVT oder Bildungsträger)

SCC Certification GmbH prüft in jedem Einzelfall, ob die Anforderungen an die Ausbildung und somit die Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung erfüllt sind. Die Teilnehmer/ Kandidaten sind verpflichtet, die entsprechenden Nachweise vor Beginn der Prüfung vorzulegen. Kopien dieser Nachweise verbleiben bei SCC Certification GmbH.

3. Prüfungstermin /Prüfungsort:

Die Prüfungen zur SGU-Personalzertifizierung sind jederzeit möglich. SCC Certification GmbH setzt den Prüfungstermin fest. Die Zuweisung zu einem Termin erfolgt jeweils in Absprache mit den Kandidaten.

4. Prüfungsdurchführung:

Die Prüfung findet schriftlich und in deutscher Sprache statt.
SCC Certification GmbH stellt die Prüfungsfragen gemäß den Vorgaben aus dem aktuell gültigen SGU-Fragenkatalog zusammen. Dieser umfasst 14 Sachgebiete.
Die Prüfung besteht ausschließlich aus einem schriftlichen Teil mit Multiple-Choice-Fragen. Es werden pro Frage 4 Antwortmöglichkeiten vorgegeben, nur eine Antwort ist richtig.

Zur Prüfung sind keine Hilfsmittel zugelassen

Prüfung für operativ tätige Mitarbeiter – Dok 018
Die Prüfung umfasst 40 Multiple-Choice-Fragen. Diese müssen innerhalb von maximal 60 Minuten gelöst werden.
Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindesten 70% der Fragen (= 28 Fragen) korrekt beantwortet wurden.

Prüfung für operativ tätige Führungskräfte – Dok 017
Die Prüfung umfasst 70 Multiple-Choice-Fragen. Diese müssen innerhalb von maximal 105 Minuten gelöst werden.
Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindesten 70% der Fragen (= 49 Fragen) korrekt beantwortet wurden.

5. Verhalten während der Prüfung:

Hält sich ein Kandidat nicht an die Prüfungsordnung bzw. die Vorgaben der Prüfaufsichtsperson, wie z. B. Nutzen unerlaubter Hilfsmittel, Täuschungshandlungen, Störungen des Prüfungsablaufs, Entfernung vom Prüfungsort, wird der Kandidat von der Prüfung ausgeschlossen. Die Prüfung gilt als nicht bestanden.
Tritt ein Kandidat während der Prüfung zurück, gilt die Prüfung als „nicht bestanden“.

6. Zertifizierungsentscheidung:

Die Entscheidung über den erfolgreichen Abschluss der Prüfung trifft ausschließlich SCC Certification GmbH. Sind die Zertifizierungsanforderungen erfüllt und nachgewiesen, die Prüfungsordnung eingehalten und mindestens 70% der Prüffragen richtig beantwortet, gilt die Prüfung als bestanden. Die Bewertung erfolgt in „bestanden“ und „nicht bestanden“
Die Prüfungsunterlagen verbleiben bei SCC Certification GmbH und werden für die Dauer von 10 Jahren aufbewahrt.

7. Zertifikatserteilung:

Nach einer positiven Zertifizierungsentscheidung stellt die Zertifizierungsstelle dem Kandidaten ein Zertifikat aus. Das SGU-Personalzertifikat ist ab der Zertifizierungs-entscheidung für die Dauer von 10 Jahren gültig. Die Zertifizierungsstelle bleibt alleiniger Eigentümer des Zertifikates

8. Wiederholung der Prüfung:

Wird eine Prüfung nicht bestanden, kann diese beliebig oft wiederholt werden. Jede erneute Prüfung ist kostenpflichtig.

9. Überwachung:

Gemäß dem Zertifizierungsprogramm (SCC-Regelwerk) erfolgt nach bestandener Prüfung keine Überwachung der Kompetenzen der Kandidaten. Dennoch verpflichtet sich der Inhaber eines Zertifikates, die Zertifizierungsstelle unverzüglich über Angelegenheiten zu informieren, die seine Fähigkeit, weiterhin die Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen, beeinträchtigen können.
Die Überwachung der korrekten Verwendung des Zertifikates, einschließlich der dort verwendeten Zeichen erfolgt im Rahmen der Möglichkeiten von SCC Certification GmbH.
Hinweisen und Beschwerden Dritter über eine missbräuchliche Nutzung wird SCC Certification GmbH nachgehen und bewerten

10. Re-Zertifizierung:

Ein Zertifikat kann nach Ablauf nicht verlängert werden. Eine erneute Zertifizierung ist unter den gleichen Bedingungen wie eine Erst-Zertifizierung möglich.

11: Zertifikat- und Zeichennutzung

Die Zertifizierungsstelle bleibt alleiniger Eigentümer des Zertifikates.
Zertifikate dürfen nicht missbräuchlich sondern nur im vollen Wortlaut unter Angabe des Gültigkeitsdatums und der Zertifikatsnummer verwendet werden. Insbesondere dürfen Logos / Zeichen der DAkkS, der DGMK, SCC und/oder der SCC Certification GmbH nicht einzeln verwendet werden. Das Zertifikat darf kopiert werden, dabei ist darauf zu achten, dass nicht einzelne Bereiche (insb. Logos) in ihrer Relation zum Gesamtzertifikat verändert werden. Das Zertifikat kann bei Verstößen gegen die Prüfungsordnung und bei missbräuchlicher und irreführender Verwendung des Zertifikats entzogen werden.
Das Zertifikat darf nicht in einer Art und Weise verwendet werden, die die Zertifizierungsstelle in Verruf bringen kann. Es ist nicht erlaubt, Aussagen bezüglich der Zertifizierung zu treffen, die als irreführend oder unbefugt angesehen werden können.

12. Aussetzung, Zurückziehung und Einschränkung de

Sollten SCC Certification GmbH Verstöße gegen diese Prüfungsordnung oder eine missbräuchliche Verwendung des Zertifikates bekannt werden, behält SCC Certification GmbH sich vor, das Zertifikat zunächst auszusetzen und bei andauerndem Verstoß zu entziehen. Der Status (Aussetzung/Entzug) wird bekannt gegeben.
Sollte ein Zertifikat ausgesetzt oder entzogen werden, sind alle Hinweise auf eine Zertifizierung zu unterlassen und alle Zertifikate an die zertifizierungsstelle zurück zu senden.

13. Einsprüche und Beschwerden.

Gegen die Entscheidungen der Zertifizierungsstelle sind Einsprüche und Beschwerden möglich. Diese werden nach Eingang geprüft, bewertet und es werden ggf. notwendige Maßnahmen eingeleitet. Der Beschwerdeführer wird über den Status informiert.

14. Vertraulichkeit

Alle Dokumente, die entscheidungsrelevant für die Zertifizierung sind, werden von SCC Certification GmbH für die Dauer von 10 Jahren archiviert. SCC Certification GmbH verpflichtet sich zur vertraulichen Handhabung der Dokumente und Informationen.
Begutachter der DAkkS können im Rahmen des Akkreditierungsprozesses Einsicht in die Unterlagen nehmen und/oder an Prüfungen teilnehmen.

15. Unparteilichkeit:

Die Zertifizierungsstelle verpflichtet sich zur Unparteilichkeit gegenüber allen Antragsstellern und Prüfungsteilnehmern. Dieses wird garantiert durch festgelegte, objektive Kriterien für die Zulassung, Prüfung und Zertifizierung.

16.Kosten

Die Zertifizierung durch SCC Certification GmbH ist kostenpflichtig. Gebühren sind in der Gebührenordnung festgelegt.